Wenn man einen vogelkundigen Tierarzt sucht
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ist leider meist Eile geboten ...

Besser wäre es aber allemal, sich bereits bei der Anschaffung von Nymphensittichen dahingehend zu erkundigen, wo in der Nähe ein Tierarzt ist, der sich entweder mit Vögeln auskennt oder aber sich gar darauf spezialisiert hat.

Was bei anderen Haustieren, wie z. B. Hunden und Katzen ganz selbstverständlich ist, nämlich dass man sie normalerweise einmal im Jahr (meist anläßlich von Impfungen) einem Tierarzt vorstellt, ist bei Vogelhaltern noch lange nicht üblich bzw. eher "außer der Norm".

Wir möchten Euch hier die Argumente für einen jährlichen Gesundheitscheck auch bei Nymphensittichen einer Spezialistin für Vögel gerne weitergeben, die für uns einleuchtend und auch vollkommen nachvollziehbar sind
Bei regelmäßigen TA-Besuchen (auch wenn nur 1 x im Jahr) gewöhnt sich der Nymphensittich daran und es wird für ggf. auch ihn kein solcher Schock mehr sein, wenn er dann im Ernstfall hin muss!
Die Notwendigkeit eines "Anfangsstatus": hat der TA bereits Daten wie z. B. Blutwerte, Gewicht, Krankheiten oder Empfindlichkeiten, so tut er sich leichter, im Krankheitsfall zu diagnostizieren und dann vor allem auch zu therapieren (Referenzwerte).
Jährlich wiederkehrende Checks dienen der Gesundheit der Nymphensittiche und auch Eurer Sicherheit, dass alles in Ordnung ist bzw.
evt. schleichende Krankheitsprozesse frühzeitig erkannt werden.
Nicht nur die Nymphensittiche kennen dann den TA bereits, sondern auch Ihr könnt Vertrauen in die Kompetenz des TA's aufbauen - bzw. ihn ggf. wechseln, wenn die "Chemie" nicht stimmt.
Besser in "guten Zeiten" in Ruhe einen vogelkundigen Tierarzt heraussuchen, als dann in Panik, wenn Eile geboten ist im Krankheitsfall oder es gar "Spitz auf Knopf steht", mit der Suche anzufangen.

Wir möchten Euch das hier so weitergeben, da es, wie eingangs erwähnt, für uns schlüssig und auch sehr nachvollziehbar ist. Wir für unseren Teil werden unsere Nymphensittiche vom vogelspezialisierten TA unseres Vertrauens einmal jährlich checken lassen.

Was Ihr aber letztendlich macht und wofür Ihr Euch entscheidet, das liegt natürlich ganz alleine bei Euch - wir möchten Euch hier nur Tipps, Empfehlungen und Erfahrungswerte weitergeben.

Wie sieht ein Gesundheitscheck aus und was lässt man am besten untersuchen?


Wir möchten uns an dieser Stelle sehr herzlich bei unserer vogelkundigen Tierärztin Frau Dr. med. vet. Reball (Fachtierärztin für Geflügel, Wild-, Zier- und Zoovögel) bedanken, die uns nicht nur sehr geduldig alles erklärte und sämtlich Fragen beantwortete, sondern in deren Praxis wir auch die Aufnahmen machen und mit ihrer Zustimmung hier veröffentlichen durften.



Ein Gesundheitscheck, so wie wir ihn hier beschreiben, ist ein Vorsorgecheck für gesunde Nymphensittiche, also für Nymphensittiche, denen es gut geht und die keine Auffälligkeiten zeigen.
Nymphensittiche, die möglicherweise Krankheitssymptome aufweisen oder gar "richtig krank" sind, brauchen ganz gezielte, symptombezogene Untersuchungen nach Empfehlung des behandelnden Tierarztes!



Was sollte alles untersucht werden?

Man muss unterscheiden, ob es sich um die erste Untersuchung handelt oder um eine Folgeuntersuchung.
Bei einer Erstuntersuchung ist der Erhalt von Basiswerten wichtig, anhand derer dann schneller und leichter evt. Auffälligkeiten oder Veränderungen festgestellt werden können.
Bei einer Folgeuntersuchung wird sich das Hauptaugenmerk auf evt. Auffälligkeiten, Veränderungen oder "Schwachstellen" richten und somit jede Folgeuntersuchung sehr spezifisch und Nymphensittich-individuell sein.
Wir werden auf Folgeuntersuchungen deshalb hier nicht weiter eingehen.

Erstuntersuchung:

Zu den Basiswerten, deren Erhalt man mit der Erstuntersuchung bezweckt, gehören im allgemeinen neben
Gewicht und
Analyse der Gesamtkonstitution auch
eine Röntgenaufnahme,
eine Blutuntersuchung sowie
eine Kotprobe (Untersuchung auf Parasiteneier, Parasiten direkt wie z.B. Würmer, einzellige Parasiten und Giardien, Megabakterien) und
ein Kloakenabstrich (Untersuchung auf Bakterien, Pilze bevorzugt Hefepilze = Candida, und/oder Parasiten).

Wir haben uns beim ersten großen Gesundheitscheck unserer Nymphensittiche Diva-Jezzy und Tallinni dazu entschlossen, sowohl Röntgenaufnahmen als auch Blutentnahme sowie Kloakenabstrich unter Narkose durchführen zu lassen, damit die Piepser "nichts davon mitbekommen" und nicht unnötig gestresst werden. Da beide in guter Allgemeinkonstitution sind, erschien uns dies nach Absprache mit der behandelnden Tierärztin als bester Weg.

Die Narkose:

Wie sie im Detail vonstatten geht, hat Frau Dr. med. vet. Reball auf ihrer Homepage unter Vogelnarkose anschaulich beschrieben.

Bei bevorstehender, absehbarer Narkose sollte man bei Nymphensittichen (genauso wie bei den Menschen) darauf achten, dass sie vorher nichts oder nicht viel gefressen haben.

Während der Narkose selbst durften wir nicht anwesend sein, da es zum einen sehr schnell gehen sollte und zum anderen die ganze ungeteilte Aufmerksamkeit der Tierärztin den Piepsern gelten sollte und wir wohl nur behindernd im Wege herum gestanden wären.
Sehr bemerkenswert fanden wir übrigens auch, dass zum vorher vereinbarten Termin für diese Untersuchung extra noch eine zweite Person vom Fach anwesend war, die sich um nichts anderes kümmerte, als um unsere Nymphies unter Narkose ...

Die Narkose:

Wie sie im Detail vonstatten geht, hat Frau Dr. med. vet. Reball auf ihrer Homepage unter Vogelnarkose anschaulich beschrieben.

Bei bevorstehender, absehbarer Narkose sollte man bei Nymphensittichen (genauso wie bei den Menschen) darauf achten, dass sie vorher nichts oder nicht viel gefressen haben.

Während der Narkose selbst durften wir nicht anwesend sein, da es zum einen sehr schnell gehen sollte und zum anderen die ganze ungeteilte Aufmerksamkeit der Tierärztin den Piepsern gelten sollte und wir wohl nur behindernd im Wege herum gestanden wären.
Sehr bemerkenswert fanden wir übrigens auch, dass zum vorher vereinbarten Termin für diese Untersuchung extra noch eine zweite Person vom Fach anwesend war, die sich um nichts anderes kümmerte, als um unsere Nymphies unter Narkose ...

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